Es ist Donnerstag und das Wochenende steht vor der Tür. Der Schwarzwald läuft fast über und man hat frühlingshafte Temperaturen gemeldet. Das bleibt natürlich nicht unbemerkt und so kündigen sich die Schweizer Simon, Luc, Ron und Toro an. Ausserdem sind die beiden Saarländer Jakob Käfer und Martin Lang auf dem Weg zu mir. Kaum bei mir angekommen gleicht meine Bude einem Massenlager. Luc haut sich den Prägbach Wasserfall runter Das Programm fürs Wochenende hört sich vielversprechend an. Samstag Vormittag mittlere Murg und Hundsbach, Samstag Abend Party bei Daniel Maldacker und am Sonntag steht Prägbach und Wehra auf dem Terminkalender. Sequenz von Toro Rogenmoser am Prägbach Wasserfall Mäx Lang an der gleichen Stelle Die Party bei Daniel war gut und so manchem dröhnt am nächsten Morgen die Birne im Bereich des Frontal-Lappens doch ganz gewaltig. Nachdem wir die Wasserstände gecheckt haben und die Wiese immer noch 120 cm anzeigt, geht es los zum Prägbach. Ich entscheide mich schon auf der Hinfahrt, mich heute aufs Fotografieren zu konzentrieren und Jakob tut es mir gleich. Toro an der letzten Stufe des Prägbachs Toro bei seiner zweiten Fahrt Die Jungs geben sich also mal schnell den Prägbach und dann geht es weiter zur Wehra. Die frühlingshaften Temperaturen lassen den Kater vergessen und die Stimmung hebt sich, spätestens an der Wehra hat jeder ein fettes Grinsen aufgelegt. Ich muss sagen das ich die Wehra noch nie bei so viel Wasser gesehen habe und so bekommt sie von mir den Spitznahmen  „Schwarzwald-Skjöli“. Luc und Simon in einer der Kernstellen der oberen Wehra Die obere Wehra besteht aus einem ca. 800 m langen Class V Wuchtbrummer. Hier sollten nur Spezialisten ihres Faches antreten, denn ein Fehler kann fatale Folgen haben. So machen sich Simon, Mäx, Toro und Luc auf zum Einstieg. Jakob und ich platzieren uns an den markanten Stellen und machen unsere Kameras startklar. Bevor ich die paddelnde Crew auf dem Bach erblicke kommt Luc zu fuss die Strasse herunter gelaufen. Bei näherem Betrachten erkennt man, dass sein Gesicht doch ordentlich deformiert aussieht. Sein rechtes Jochbein hat doch anständig eins drauf bekommen. Für ihn ist die Fahrt beendet. Die Anderen kommen mit einem fetten Grinsen, aber auch voll konzentriert den Bach hinunter gepaddelt. Ich muss mir selber eingestehen, dass ich da nicht mehr grinsen könnte. Aber gut. Die Jungs paddeln da einfach in einer anderen Liga und das hier ist nicht mein Stadion. Simon Hirter auf der Ideallinie Mäx, Toro und Simon kurz vor dem eigentlichen Einstieg zur Wehra Am eigentlichen Einstieg zur Wehra machen die Jungs kurz Pause um dann das Standartstück zu paddeln. Ab hier kann man praktisch mit dem Auto neben dem Bach her fahren und während der Fahrt den Anderen zuschauen. Mit dem Auto muss man sich schon fast beeilen, um vor dem Paddler unten zu sein, so schnell fliesst die Wehra dahin. Und so trifft man sich fast zeitgleich am vereinbarten Ausstieg. Hier wird noch schnell ein Bier geleert und dann geht es ab nach Hause. Hier erwartet mich erst mal ein Chaos von Geschirr, randvollen Aschenbechern und leeren Bierflaschen. Was aber recht schnell beseitigt ist. So kann ich mich gleich an meine Kamera begeben und die geschossenen Bilder begutachten. Bilder:   Marco Schlink



               
              Jakob Käfer                        Wenn ihr mehr über Jakob und seine Foto-
                                                           grafie erfahren wollt, einfach auf sein Bild 
                                                          klicken.

Text:     Marco Schlink